Aktuelles

  • Stammtisch

    Nach langer Corona Pause gibt es wieder einen Stammtisch: 27.Juni 2022 19 Uhr im Staudenwirt in Finning.

  • Lesen mit Hund (Daniela Mirter)

    Früh am Morgen, wenn ich meiner Hündin das rote Halstuch mit der Aufschrift „Momo im Einsatz“ umlege, weiß sie sofort, dass es nun gleich zur Schule geht und unser gemeinsamer Dienst beginnt. 

    Sobald wir das Schulhaus betreten, springt sie schon „freudewedelnd“ durch die Gänge. Klar – irgendwer begegnet uns dort immer und schenkt ihr kurze Streicheleinheiten! 

    Momo ist seit ein paar Jahren der Schulhund und neuerdings auch Lesehund an der Carl-Orff-Schule in Dießen am Ammersee.

    Jeden Montag und Donnerstag begleitet sie mich in meinem regulären Unterricht. Während ich meiner Lehrtätigkeit nachgehe, wird sie meist von den Kindern gestreichelt oder sie sucht sich ein bequemes Plätzchen zwischen Füßen und Schultaschen, um ein kurzes Nickerchen zu machen.

    Nach der Schulpause beginnen die ehrenamtlichen Lesehundestunden, in denen nun Momo der Hauptakteur ist. Dabei darf der/die Vorlesende zusammen mit ihr auf dem Sofa sitzen. Schließlich soll es an Gemütlichkeit auch nicht fehlen. 

    Nach einer kurzen Begrüßungs- und Streichelphase geht es dann schon los. Der Junge/das Mädchen liest meiner Fellnase eine Geschichte vor, meist aus einem selbst gewählten Buch. Wer Momo kennt, weiß, dass sie das Beisammensein mit den Kindern besonders genießt. Sie ist ein „Kampfschmuser“, die auch gerne mal ein „Dauergraulen“ einfordert! Aber bisher ist noch keiner an dieser Herausforderung gescheitert!

    Zum Abschluss zeigt Momo gerne noch ein paar Tricks, die sogleich mit Applaus und ein paar Leckerchen belohnt werden. 

    Die Kinder kommen sehr gerne zur Lesestunde. Sie freuen sich lange im Voraus auf ihre besonders intensive Zeit mit dem Lesehund. Es bleibt für sie ein schönes und unvergessliches Erlebnis. Gerade in der aktuellen Lage ist es wichtig, dass es viele von diesen schönen Momenten gibt!

  • Vorstellung des Vereins

    • Wer arbeitet bei „Hund & Besuch“ mit?

    20 ehrenamtliche Mensch-Hunde-Teams besuchen rund um den Ammersee Menschen in verschiedenen Einrichtungen, dazu gehören Grundschulen, Kinder- und Seniorenheime sowie Einzelbetreuungen.

    Und natürlich die wichtigsten Mitarbeiter, unsere Besuchshunde, denn wir fungieren an sich nur als Brücke zwischen Mensch und Hund. Die Hunde sind gut erzogen, freundlich und fröhlich. Ihre Eignung wird jeweils vor dem 1. Einsatz mittels eines Wesenstests überprüft. Wir achten auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Hunde.

    • Wie kann ich mir die Arbeit von „Hund & Besuch“ vorstellen?

    An Schulen fungiert der Hund als geduldiger Zuhörer, der nicht bewertet oder korrigiert. Er wirkt stressreduzierend, und besonders Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten und schwachem Selbstbewusstsein profitieren davon. Das Lesen wird dabei mit positiven Erfahrungen verknüpft, da die Kinder im Beisein des Hundehalters dem Hund vorlesen.

    Beim Besuch von Senioren haben Hunde eine heilsame Wirkung. Besonders alte, einsame Menschen fühlen sich in ihrer Gegenwart wohl, sie erinnern sich gegebenenfalls an längst vergessene Zeiten und freuen sich über die bedingungslose Zuwendung der Tiere. Häufig wird dabei die Lust, wieder intensiver am Leben teilzunehmen, angeregt. Auch wird die körperliche Nähe – gerade in diesen besonderen Zeiten – als sehr wohltuend erlebt.

    Beim Besuch von Einzelpersonen reagieren Hunde besonders rücksichtsvoll auf Menschen mit geistigen, psychischen und/oder körperlichen Einschränkungen. Wärme und Weichheit des Tieres wirken entspannend. Durch den intensiven Kontakt mit dem Tier verbessert sich oftmals die Motorik und auch die Motivation, und es kann pure Freude im Alltag entstehen.

    Ein Bespiel einer engagierten Halterin kann dies wie folgt verdeutlichen:

    „Nach dem Tod meiner Schwiegermutter zog mein 30-jähriger, geistig behinderter Schwager bei uns ein, nachdem wir beide Haushalte zusammengefasst hatten. Unser Hund Loxley (Mischlingsrüde, 9 Jahre alt) war meinem Schwager zwar nicht völlig fremd, das Verhältnis war jedoch eher „neutral“. Loxley erkannte die Defizite meines Schwagers und nutzte sie zugegebenermaßen auch manchmal aus, sodass der junge Mann immer etwas Respekt vor ihm hatte.

    Im Laufe der letzten Monate mit zahlreichen Veränderungen entwickelte sich Loxley jedoch zunehmend zu einer wertvollen Stütze für ihn und deren Verhältnis wurde immer enger. Loxley suchte von sich aus immer wieder Kontakt und half ihm somit sowohl bei der Trauerbewältigung als auch bei der Neuorientierung in seinem neuen Leben. Mittlerweile können beide manchmal alleine spazieren gehen ohne Zerren an der Leine oder Stress mit anderen Hunden. Abends gehört eine Kuscheleinheit mit viel Berührung dazu. Auch das Füttern kann mein Schwager problemlos übernehmen. Somit hat Loxley, der als Besuchshund in Einrichtungen – gesundheitsbedingt – nicht mehr geeignet ist, ein richtig großes Stück dazu beigetragen, dass mein Schwager seinen Platz in unserer Familie nach dem Tod der Mutter finden konnte. Dafür sind wir alle dankbar!“

    • Wie kann ich mich im Verein engagieren?

    Da gibt es mehrere Möglichkeiten: zum einen suchen wir immer Mensch-Hunde-Teams, die sich ca. alle zwei Wochen Zeit nehmen können, um andere glücklicher zu machen.

    Oder aber Sie möchten uns finanziell unterstützen, damit wir unsere bislang sehr erfolgreiche Arbeit auch in Zukunft fortsetzen und uns weiterbilden können. Unsere Besuche sind rein ehrenamtlich – es fallen also keinerlei Kosten an! Wir im Verein widmen uns aus Überzeugung und Begeisterung unserer karitativen Aufgabe. Doch auch ehrenamtliches Engagement braucht finanzielle Hilfe.

    • Wie kann ich Sie als Besuchsdienst in unserer Einrichtung engagieren?

    Sehr gerne kommen wir auch mit unseren vierpfotigen Therapeuten in Ihre soziale Einrichtung rund um den Ammersee und im Landkreis Landsberg. Nehmen Sie dazu einfach direkt Kontakt mit uns auf, wenn Sie Interesse oder weitere Fragen an unserem individuell und liebevoll gestalteten Mensch-Hund-Besuchsdienst haben.

    (G.Goller; A.Kottwitz; L.Ruile)

  • Großzügige Spende

    Die Sparkassenstiftung der Sparkasse Landsberg-Dießen führt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern des Landkreises eine Spendenaktion durch. Unser Verein ist von der Bürgermeisterin in Greifenberg vorgeschlagen worden und wir haben eine Summe von 765 Euro bekommen zur Unterstützung unserer Vereinsarbeit.

    Wir freuen uns sehr über diese Wertschätzung und werden das Geld für die Weiterbildung unserer Mensch/Hund Teams verwenden. Herzlichen Dank!

  • Eine kleine Erfahrungsgeschichte

    Eine kleine Geschichte über Hundebesuch im Kinderheim:

    Einige unserer Hunde besuchen auch Kinder im Kinderheim. Ein Junge, nennen wir ihn hier
    Luca, bekommt regelmäßig Besuch von uns und „seinem“ vierbeinigen Freund. Der Junge war
    anfangs sehr ängstlich und etwas unsicher in Umgang mit dem Hund, baute aber über die Zeit
    der Besuche immer mehr Vertrauen zu seinem neuen Spielgefährten auf. Beide spielen und
    kuscheln, gehen miteinander spazieren oder im Sommer auch schwimmen. Manchmal
    werden während der Besuche Geschichten vorgelesen, oder der Kleine liest sie dem Hund vor.
    Es ist schön zu beobachten, wie Beide sich jede Woche aufs Neue aufeinander freuen…

    Eines Tages, es war Lucas Geburtstag, wünschte er sich den Besuch seines vierbeinigen
    Spielgefährten. Es schneite, war sehr kalt und trotzdem spielten wir draußen. Irgendwann bat
    Luca, das Spielzeug in seine Richtung zu werfen, was allerdings auch bedeutete, dass unser
    Hund, dem Spielzeug folgend, auch auf ihn zulaufen würde, um dieses zu fangen. Bisher
    schreckte Luca dabei immer ängstlich zurück, weshalb dies während den Treffen bisher auch
    vermieden wurde. Auf die Nachfrage, ob er das wirklich wolle, nickte er…
    Als dann der Hund auf ihn zulief, um das Spielzeug zu fangen, blieb Luca freudestrahlend und
    stolz, ganz aufrecht stehen und meinte: „Schau, ich habe keine Angst mehr.“ Diese Momente
    freuen uns sehr. Aber am meisten freute es sicher Luca.

    Hier endet aber die Geschichte noch nicht ganz… Bei Spaziergängen begegnen wir immer
    wieder auch fremden Hunden, die manches Mal auch sehr ungestüm auf andere Hunde
    zulaufen. Bisher ängstigte das Luca sehr, weshalb wir in diesen Situationen immer neben ihm
    blieben, um ihm Sicherheit zu geben.

    Eines Tages bei einem gemeinsamen Spaziergang traf „sein Hunde“ dann einen weiteren
    vierbeinigen Freund und beide Hunde spielten mit einem Stock. Zu unserer Überraschung
    blieb Luca dabei ganz entspannt und beteiligte sich am Spiel beider Hunde. Im Nachhinein war
    Luca selbst überrascht und natürlich ganz stolz, dass er keine Angst vor dem anderen Hund
    hatte, der doch sehr viel ungestümer war, als „Seiner“.

    Wir besuchen Luca nun seit über einem Jahr regelmäßig. In dieser Zeit konnten wir
    beobachten, wie viel selbstbewusster, aber auch gelöster dieser Junge wurde. Wir schreiben
    das nicht allein auf die Fahnen unseres Besuches, denn wir wissen, dass seine Betreuer und
    das ganze Team dort einen tollen Job machen. Wir sehen unseren Besuch als spielerische,
    ganz ungezwungene Möglichkeit, für den Jungen, über den Hund in Beziehung zu gehen,
    Vertrauen zu fassen und so vielleicht ein Stück über sich selbst hinaus zu wachsen.

    Es ist wundervoll, das zu beobachten.